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Aktueller Rentenwert
Der Betrag, der einer monatlichen Altersrente aus Beiträgen eines Durchschnittsverdieners für ein Jahr entspricht. Der aktuelle Rentenwert ist ein wichtiger Bestandteil der Rentenformel. In den alten Bundesländern beträgt er im Zeitraum 1. Juli 2001 bis 30. Juni 2002 49,51 DM (25,31 Euro), in den neuen Bundesländern 43,15 DM (22,06 Euro).

Alleinerziehende
Alleinerziehende sind nach wie vor in den meisten Fällen Frauen, die oftmals auch mit kleinen Kindern erwerbstätig sein müssen. Ihre Verdienste liegen überwiegend unter dem Durchschnittseinkommen. Sie werden daher von den neuen Regelungen zur Aufwertung von Kindererziehung besonders profitieren.

Altersarmut, verschämte
Insbesondere ältere Menschen machen Sozialhilfeansprüche oft nicht geltend, weil sie den Unterhaltsrückgriff auf ihre Kinder befürchten. Dies ist eine wichtige Ursache für verschämte Altersarmut. Durch die Einführung einer eigenständigen, bedürftigkeitsabhängigen Grundsicherung im Rahmen der Rentenreform soll verschämte Armut im Alter künftig verhindert werden, denn gegenüber Kindern und Eltern mit einem Jahreseinkommen unter 100.000 Euro findet kein Unterhaltsrückgriff statt, wenn ihre Angehörigen die Grundsicherung in Anspruch nehmen.

Altersteilzeit
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ab 55 Jahren, die ihre Arbeitszeit auf 50% reduzieren, bekommen mindestens 70% des bisherigen Nettoentgelts sowie Beiträge zur Rentenversicherung auf der Basis von 90%.

Altersvermögen
Ziel der staatlich geförderten Eigenvorsorge ist der Aufbau eines Altersvermögens. Aus dem Altersvermögen soll als Ergänzung zu den Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung laufendes Einkommen fließen.

Anpassungsformel
Die Renten werden jährlich entsprechend der Lohnentwicklung der Beschäftigten erhöht. Aus Solidarität mit der jüngeren Generation stiegen die Renten im Jahr 2000 ausnahmsweise so stark wie die Preise. Ab dem Jahr 2001 wird zur lohnbezogenen Rentenanpassung zurückgekehrt. Die Anpassungsformel wird vereinfacht und auf die Bestandteile konzentriert, die maßgeblich für das Alterssicherungssystem sind. Das sind die Bruttolohnentwicklung, die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung und zur zusätzlichen Altersvorsorge. Steuerrechtsänderungen, Beiträge zur Arbeitslosen- und Krankenversicherung werden nicht mehr berücksichtigt.

Anrechnungszeiten
Zeiten, in denen die versicherte Person aus bestimmten Gründen keine Beiträge zahlen konnte, z.B. wegen Krankheit, Arbeitslosigkeit, Schulausbildung nach dem 17. Lebensjahr oder Schwangerschaft. Anrechnungszeiten zählen auch ohne Beitragszahlung für die Rente.

Anwartschaften
Zukünftige Rentenansprüche, die durch das Bezahlen der Beiträge erworben werden.

Arbeitgeber-/ Arbeitnehmeranteil
Die Pflichtbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung werden grundsätzlich je zur Hälfte vom Arbeitgeber und Arbeitnehmer getragen.

Arbeitsentgelt
"Alle Einnahmen, die den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern aus einem Beschäftigungsverhältnis zufließen; gemeint ist das Bruttoentgelt (d.h. vor Abzug von Lohnsteuer etc.). Das beitragspflichtige Arbeitsentgelt ist maßgebend für die Berechnung der Rentenversicherungsbeiträge. Das jährliche Arbeitsentgelt, für das Beiträge gezahlt worden sind, wird in Entgeltpunkte umgerechnet und ist damit Bestandteil der Rentenberechnung."

Arbeitslosigkeit
Wer Arbeitslosengeld oder Arbeitslosenhilfe bezieht, ist versicherungspflichtig in der Rentenversicherung. Die Beiträge werden vom Arbeitsamt bezahlt.

Aufwertung von Kindererziehung
Rentenanwartschaften von Erziehungspersonen, die in den auf die drei Jahre Kindererziehungszeiten folgenden sieben Lebensjahren des Kindes (Kinderberück-sichtigungszeit bis zum 10. Lebensjahr eines Kindes) erwerbstätig sind, werden bei der Rentenberechnung um die Hälfte bis maximal zum Durchschnittseinkommen (2001: monatlich 4594 DM/West, 3826 DM/Ost) aufgewertet. Voraussetzung sind 25 Jahre an rentenrechtlichen Zeiten (einschließlich Kinderberücksichtigungszeit). Dies kommt auch denjenigen zugute, die ein pflegebedürftiges Kind betreuen. Und das sogar bis zum 18. Lebensjahr. Kindererziehenden, die gleichzeitig zwei oder mehr Kinder unter zehn Jahren erziehen und deshalb oftmals nicht erwerbstätig sind, werden nach Auslaufen der Kindererziehungszeit (also ab dem 4. Lebensjahr des Kindes) ebenfalls Entgeltpunkte gutgeschrieben.